Engagierter Auftritt der Kanzlerin Angela Merkel bei der Regionalkonferenz in Heilbronn

Am 21. Oktober wurde mit Spannung die Bundeskanzlerin in Heilbronn erwartet. Offen und engagiert stellte sich die Kanzlerin den durchaus kritischen Fragen der Parteibasis. Zur fünften von bundesweit sieben Regionalkonferenzen kamen zirka 2500 CDU-Mitglieder aus ganz Baden-Württemberg nach Heilbronn.

„Wir haben die Pflicht, die Weichen für die Menschen so zu stellen, dass wir auch noch in zehn Jahren in Wohlstand leben.“, so beschrieb Merkel den Weg aus der Wirtschaftskrise und betont, dass Bildung und Innovation das erste und wichtigste für Deutschland sind. „Wir können nur gewinnen, wenn wir besser sind als andere auf der Welt.“ In ihrer Einleitung sprach sie über die älter werdende Gesellschaft und die Auswirkungen auf die Arbeitswelt, über Energiepolitik und Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Merkel bekannte sich erneut klar zu Stuttgart 21. Baden-Württemberg braucht das Großprojekt, um verkehrlich und wirtschaftlich nicht abgehängt zu werden. Sie gestand jedoch auch ein, dass in der Kommunikation im Vorfeld sicher Fehler begangen wurden und kritisierte die Kostenkalkulation: „Es wäre auch nicht schlecht, wenn bei Großprojekten die Kostenschätzungen mal einigermaßen stimmen würden.“ Sie sei jeden Tag damit beschäftigt, dass bei Großprojekten immer irgendjemand kommt und sagt: leider haben wir uns verrechnet. Trotz allem habe sich die Landesregierung dazu entschieden, dass im 21. Jahrhundert der Verkehr durch und nicht an Baden-Württemberg vorbei geht: „Das ist kluge Zukunftspolitik, wie wir sie brauchen.“ In der anschließenden Fragerunde stellte sie sich offen allen Themen und sparte auch nicht mit selbstkritischen Worten in Bezug auf die aktuelle Stimmungslage. Viele Dinge zu Beginn der Arbeit der Koalition waren sicher nicht so, wie man sich das vorgestellt hätte. „Wir haben nicht mit der nötigen Ernsthaftigkeit zu den Menschen gesprochen, sondern waren zu viel mit uns selbst beschäftigt.“, gestand Merkel ein und fordert dazu auf, selbstbewusst die Politik der CDU zu vertreten.
„Eine gelungene Veranstaltung, in der die Kanzlerin die Parteibasis motivieren konnte, sich unverkrampft den bevorstehenden Landtagswahlen zu stellen. Was wir brauchen, sind beherzte deutliche Worte. Unsere Landespolitik muss sich nicht verstecken.“, brachte Dr. Lasotta seinen Eindruck des Abends auf den Punkt.

Bilder Regionalkonferenz 21. Oktober 2010

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