Gymnasiale Oberstufe an der Gemeinschaftsschule Bad Rappenau kann nicht genehmigt werden

Fachlichkeit statt Ideologie: „Angebliche ideologische Gründe oder Verzögerungstaktik sind reine Mutmaßungen“

„Das Kultusministerium Baden-Württemberg wird nach den festgelegten gesetzlichen Kriterien über eine mögliche gymnasiale Oberstufe an der Gemeinschaftsschule Bad Rappenau entscheiden. Die Vorwürfe des SPD-Kollegen Rainer Hinderer MdL, eine Ablehnung sei „ideologisch“ begründet oder sogar eine Verzögerungstaktik, entbehren jeder Grundlage und sind absurd“, erklärte der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Bernhard Lasotta: „Immerhin gelten bei uns die vom Landtag beschlossenen Gesetze, auch wenn das der SPD nicht passt.“
Wie beantragt wurde, hat das Kultusministerium über die Empfehlung des Regierungspräsidiums Stuttgart zu entscheiden, die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe an der Gemeinschaftsschule in Bad Rappenau abzulehnen. Die fachliche Prüfung der Behörde hatte ergeben, dass der Antrag auf Einrichtung einer dreijährigen gymnasialen Oberstufe zum Schuljahr 2019/2020 abzulehnen ist, da die im Schulgesetz geforderte Mindestzahl von 60 Schülerinnen und Schülern langfristig nicht prognostiziert werden kann. Somit liegt im Sinne des Gesetzes kein öffentliches Bedürfnis für die Einrichtung des Bildungsganges vor. „Es wäre auch nicht zielführend, an jeder Gemeinschaftsschule eine gymnasiale Oberstufe anzubieten. Die festgelegten Mindestzahlen orientieren sich ja auch an praktischen Überlegungen. Wenn die Schülerzahl zu klein ist, kann kein vernünftiges Kursangebot in der Oberstufe erreicht werden. Darüber hinaus wurde in enger Kooperation in der Regionalen Schulentwicklung in allgemeinbildende und berufliche Gymnasien viel Geld investiert, um flächendeckende gymnasiale Angebote vorhalten zu können. Beispielsweise gibt es zwischen Bad Rappenau und Bad Wimpfen eine klare Aufteilung, die gymnasialen Angebote in Bad Wimpfen und die Realschulangebote in Bad Rappenau anzubieten. Dies hat sich bewährt und wird
ergänzt um weitere Realschulschulen, Gemeinschaftsschulen und Berufliche Gymnasien in der Umgebung. Die Angebote sind vielfältig und zahlreich“, betonte Bernhard Lasotta.
„Das Kultusministerium wird diese Auffassung teilen müssen und wird das Regierungspräsidium Stuttgart in Kürze entsprechend darüber informieren.“, ist sich Lasotta sicher: „Die SPD sollte endlich Ihre Fixierung über Bord werfen, einseitig eine Schulart immer besonders fördern zu wollen. Seitdem es eine Garantie für alle Schularten unter klaren Bedingungen gibt, hat sich der fundamentale Streit um die Schularten eigentlich beruhigt. Dies sollten wir nicht neu aufflammen lassen. Klar ist auch: Man kann nicht jahrzehntelang gewachsene Strukturen über Bord werfen. Es geht nur in enger Kooperation und Absprache. Dafür gibt es die festgelegten Mindestschülerzahlen für eine gymnasiale Oberstufe an Gemeinschaftsschulen. Alles andere würde so große Verzerrungen mit sich ziehen, dass es am Ende keine Verbesserung der schulischen Angebote gäbe.“

 


 

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