CDU Gundelsheim diskutiert mit Fachleuten zum Thema Bildungspolitik

vlnr.: Georg Wacker MdL, Wolfgang Seibold, Dr. Bernhard Lasotta MdL, Michael Förch
vlnr.: Georg Wacker MdL, Wolfgang Seibold, Dr. Bernhard Lasotta MdL, Michael Förch
Lasotta MdL: "Gute Lehrer und Schüler überstehen jede Schulform und politische Führung"

Auf Einladung der CDU Gundelsheim diskutierten der CDU Landtagsabgeordnete Dr. Bernhard Lasotta, der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Georg Wacker MdL sowie der Leiter des Staatlichen Schulamtes Heilbronn, Wolfgang Seibold zum Thema “Bildungspolitik“.
In seiner Begrüßung zeigte sich der Vorsitzende der CDU Gundelsheim, Michael Förch zufrieden mit der Anwesenheit der zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer. „Das große Interesse der anwesenden Personen zeigt, dass wir mit dem Thema Bildungspolitik wieder ein interessantes Thema aufgegriffen haben, das die Bevölkerung nach wie vor beschäftigt“, so Förch.
Auch Bernhard Lasotta lobte das örtliche Veranstaltungskonzept, bei dem sowohl die Politik als auch Experten vor Ort zu Wort kommen können. „Unsere Gesellschaft muss über wichtige Themen offen diskutieren können“, so Lasotta, der die Absage des Gundelsheimer Schulleiters aufgrund kurzfristig aufgetretener dienstrechtlicher Fragen sehr bedauerte.
Anmoderiert von Dr. Bernhard Lasotta gab Georg Wacker, der schulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und ehemaliger Staatssekretär im Kultusministerium, in Kürze sein Statement zur aktuellen Situation ab. Zusammengefasst darf für ihn in der Schulpolitik nicht die Diskussion um Strukturen im Vordergrund stehen, sondern ein Dreiklang aus Qualität, Freiheit und Vielfalt. Die Qualität des Unterrichts und der Ausbildung muss hierbei der Mittelpunkt aller Anstrengungen sein. Bei der Freiheit ist es wichtig, ausreichende Wahlmöglichkeiten für Kinder und Eltern in einem differenzierten System anzubieten. Und schließlich sorgt die bei uns vorhandene pädagogische Vielfalt in einer Vielzahl von Beschulungsformen zu der niedrigsten Quote bei Schulabbrechern und letztlich zu der geringsten Jugendarbeitslosigkeit im europäischen Vergleich.
Mit einem "Arbeitsblatt" begann der Leiter des staatlichen Schulamtes Heilbronn, Herr Wolfgang Seibold, seinen Vortrag, der sich um die Umsetzung aktueller Schulpolitik, den neuen Bildungsplan, die schulische Betreuung und Versorgung von Migrantenkindern und kurz die Inklusionsbemühungen drehte.
„Stand heute werden die meisten Schulstandorte bestehen bleiben, gleich welche Bezeichnung die Schulen haben - sofern es natürlich genügend Kinder gibt und gute pädagogische Arbeit geleistet wird“, so Seibold. Wichtig ist ihm ein permanenter Dialog zwischen Schule, Politik und Eltern - und besonders auch den örtlichen Schulträgern. Änderungen seien in Schulen immer wieder notwendig, als Anpassung an gesellschaftliche Veränderungen. Darauf müssen sich laut Herrn Seibold aber alle Beteiligten einlassen und geduldig sein.
Nach einer Überleitung mit dem augenzwinkernden Zitat "Gute Lehrer und Schüler überstehen jede Schulform und politische Führung" ließ Diskussionsleiter Lasotta den Anwesenden viel Raum für ihre Fragen und Anmerkungen. Gibt es eine Messbarkeit der Erfolge einer Gemeinschaftsschule? Was würde im Falle eines Regierungswechsels auf die Schulen zukommen? Werden heutige Schulformen aus der Schullandschaft verschwinden? Welche Erfahrungen haben andere Bundesländer mit der Gemeinschaftsschule? ... und vieles mehr wurde kontrovers aber sachlich diskutiert. Dass im Moment nicht alles schlecht ist, aber vieles noch angepasst werden sollte, vor allem die Realschulen zu stärken, war eine klare Aussage des schulpolitischen Fraktionssprechers. Ist doch diese Schulform in Zukunft wesentlich für das Gelingen der Integration von Flüchtlingskindern verantwortlich. Über den richtigen Weg der Schulpolitik gibt es auch innerhalb der Fraktion(en) nicht immer Einigkeit. Auch das konnte Herr Wacker berichten. Herr Seibold beruhigte dahingehend -belegt durch einige Fallbeispiele- nicht alles ist in Stein gemeißelt. Auch weiterhin wird es pädagogische Freiheiten geben, um Schule gelingen zu lassen.

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