Sinnvolle Konzepte mit den Bürgern an der Jagst erarbeiten

Die Hilfsbereitschaft der Bürger ist enorm und die Arbeit der Einsatzkräfte vorbildlich

Belüftungsmassnahmen an der Jagst
Belüftungsmassnahmen an der Jagst
Nach dem Brand in Kirchberg an der Jagst und dem Eintrag von Schadstoffen ist an der Fluß ist eine ökologische Katastrophe entstanden. Anlässlich des Besuchs von Umweltminister Franz Untersteller am 1.9.2015 in Möckmühl erklärt der CDU- Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Neckarsulm Dr. Bernhard Lasotta:

Dank an alle Einsatzkräfte

"Ich danke allen Bürgern, sowie professionellen und ehrenamtlichen Einsatzkräften im Landkreis Heilbronn. Der Einsatz des Krisenstabs des Landkreises, der Kommunen, der Einsatzkräfte von Freiwilliger Feuerwehr, THW und DRK, der Fischereivereine und unserer Bürger ist vorbildlich. Es ist gut, dass mit dem Besuch von Umweltminister Franz Untersteller dieser Einsatz auch von Landesseite gewürdigt wird“, erklärte Lasotta am 1.9.2015 in Möckmühl.

 

Volle Kostenerstattung

Lasotta erneuerte seine Forderung, dass das Land jetzt den Betroffenen unbürokratische Hilfen und volle Kostenerstattung für den geleisteten Aufwand gewähren müsse. Dabei gehe es um den Verdienstausfall der Ehrenamtlichen, den Ersatz des Aufwands und Materials für die Kommunen und Einsatzkräfte, den Aufwand des Landkreises sowie Hilfen für die betroffenen Fischereivereine.

 

Hilfen und Forderungen für die nächsten Jahre

Darüber hinaus müsse das Land bereits jetzt Hilfen für die Beseitigung der Schäden, den Schutz und den Wiederbesatz mit Flusslebewesen in den betroffenen Jagstabschnitten verbindlich zusagen. Hierzu müssten landkreisübergreifende Konzepte zum dauerhaften Schutz der Jagst unter wissenschaftlicher Begleitung erarbeitet werden und die Bürger und Fischereivereine vor Ort eng eingebunden werden, so Lasotta: „Wir müssen sehr behutsam agieren, damit das ökologische Gleichgewicht wieder hergestellt wird, das sich über Jahrzehnte neu aufgebaut hat. Dabei müssen wir alle Aspekte im Auge behalten, beispielsweise auch eine zukünftig verstärkte Kormoranvergrämung. Die ursprünglich hier nicht heimischen Kormorane, die sich stark vermehrt haben und jährlich eine große Menge der Fischbestände dezimieren, müssen durch eine neue Abschußverordnung zahlenmäßig deutlich verringert werden, um unsere angeschlagenen Fischbestände zu schützen.“

 

Überprüfung von Lagerstätten und Schutzkonzepten

Zur Vermeidung zukünftiger Gefährdungen fordert Lasotta eine Erfassung von gefährlichen Lagerstätten beispielsweise von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, aber auch Chemikalien in Flussnähe. Die bestehenden Schutzkonzepte für Brände und andere Schadenslagen müssten zum Schutz der Umwelt überprüft werden. Die ökologische Katastrophe, die sich an der Jagst ereignet hat, dürfe es nicht noch einmal geben.

 

Schnelle Koordination durch das Land

Die Erfahrungen in Schwäbisch Hall hätten jedoch auch gezeigt, dass das Land geeignete Krisenpläne ausarbeiten müssen, um zukünftig besser und schneller auf solche Gefährdungslagen reagieren zu können. "Insbesondere wenn landkreisübergreifende Gefährdungslagen entstehen, muss auch eine schnelle und koordinierte fachliche Steuerung durch das Land erfolgen. Je früher die richtigen Maßnahmen eingeleitet werden, umso geringer sind die Auswirkungen auf unsere Umwelt. Wir müssen aus dem lernen, was passiert ist und genau analysieren, wo wir noch besser werden können“, so Lasotta abschließend.

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